Wer lange Zeit seine Lautsprecher in den eigenen vier Wänden gehört hat, wird vielleicht nach einer DIRAC-Einmessung auch Ernüchterung feststellen. Oder kommt spontan gar zum Schluss, dass es vorher viel besser geklungen hat. Dieser Eindruck kann sich bestätigen wenn während dem ersten Hören DIRAC wieder deaktiviert wird.

Warum kann das sein?

Um das zu verstehen sollte folgendes betrachtet werden:

DIRAC mit der Standard-Korrektur passt die Schallenergie des Lautsprechers im Verhalten zum Raum zu einer linearen Frequenz-Gewichtung an. 

Raumresonanzen

DIRAC ist eine Art Klang-im-Raum Korrektur, die Raumresonanzen und Phasen- / Laufzeitunterschiede optimiert. Was unmittelbar nach einer Messung und einer Hörprobe auffällt, das der Tiefton sauberer klingt, insbesondere falls er vorher stark dröhnte. Auf der anderen Seite kann das subjektiv beim Vergleichen auch als „Bassärmer“ wahrgenommen werden.

Laufzeitunterschiede

Die Korrektur der Phasen und Lautzeitunterschiede lässt sich als bessere räumliche Ortung von Schallereignissen, wie z.B. einzelnen Instrumenten wahrnehmen. Mit der Vollversion von DIRAC, werden auch Frequenzen über 500Hz korrigiert. Wenn der Lautsprecher eine betonte Hochtonwiedergabe in seiner Grund-Abstimmung besitzt, kann nach der Einmessung das gewohnte offen, glänzende Klangbild auch „matter“ mit DIRAC klingen. Dies fällt dann insbesondere auf, wenn ein A/B Vergleich gemacht wird. Aber eigentlich hat DIRAC nur den Pegel linear gemäß der Standard-*Zielkurve korrigiert.

Klangkorrektur per Anpassung der *Zielkurve

Wer nach persönlicher Vorliebe und Gewohnheit einen anderen Klangcharakter möchte, dem kann geholfen werden. Das Zauberwort heißt Zielkurve, denn mit der DIRAC-Live-Software lässt sich die Zielkurve des Lautsprecher-Paares wieder an das gewohnte Klangpegel-Verhältnisse anpassen.

Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht, dass wir den Tiefton am ursprünglichen Pegel orientiert und zusätzlich einen Spritzer Hochton hinzugefügt haben. Mit dieser Zielkurve klingt der Lautsprecher tonal fast wie vorher. Aber deutlich differenzierter im Tiefton und dem Insgesamt aufgeräumten Klangbild.

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